Mit Hingabe zu mehr Leichtigkeit im Leben

Eine Yogaübung fürs Leben

In diesem Beitrag geht es darum mehr Leichtigkeit und mehr Gelassenheit zu entwickeln – und zwar mithilfe der inneren Haltung von Hingabe von mit Unterstützung der Übungen aus dem Yoga.

Hingabe und Gelassenheit sind eng miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. Hingabe bezieht sich auf die Fähigkeit, sich dem Prozess des Lebens bzw. sagt man ja auch gern dem Fluss des Lebens hinzugeben, während Gelassenheit eine innere Ruhe und Ausgeglichenheit darstellt. 

Wenn wir uns hingeben, geben wir uns dem gegenwärtigen Moment vollkommen hin, ohne Widerstand oder Kontrolle. Wir akzeptieren, was ist, und öffnen uns für das, was das Leben uns bringt. Dieses Loslassen von Kontrolle und Erwartungen ermöglicht es uns, den Moment zu akzeptieren und in ihm zu ruhen. 

Indem wir uns dem Prozess des Lebens hingeben, schaffen wir Raum für Gelassenheit. Wir akzeptieren, dass wir nicht alles kontrollieren können und dass das Leben seine eigenen Pläne hat. Diese Haltung der Hingabe ermöglicht es uns, uns von Stress, Sorgen und Ängsten zu befreien und eine tiefere innere Ruhe zu finden. 

Gelassenheit entsteht aus der Fähigkeit, die Dinge anzunehmen, wie sie sind, und sich nicht von äußeren Umständen aus der Balance bringen zu lassen. Wenn wir uns dem Prozess des Lebens hingeben und gelassen bleiben, können wir Herausforderungen mit mehr Leichtigkeit und Ruhe bewältigen. 

Der Weg der Hingabe

Schauen wir uns einige Wege, wie Hingabe zu mehr Leichtigkeit führen kann etwas genauer an:

1. Loslassen von Kontrolle: Hingabe bedeutet, die Vorstellung loszulassen, dass wir alles kontrollieren können. Indem wir akzeptieren, dass es Dinge gibt, die außerhalb unserer Kontrolle liegen, befreien wir uns von unnötigem Stress und Anspannung. Wir lernen, uns dem Prozess des Lebens anzuvertrauen und uns von unseren Erwartungen zu lösen.

2. Akzeptanz des gegenwärtigen Moments: Hingabe ermöglicht es uns, den gegenwärtigen Moment anzunehmen, genau so wie er ist, ohne ihn verändern zu wollen. Indem wir uns nicht gegen die Realität wehren, sondern sie voll und ganz akzeptieren, erfahren wir mehr Leichtigkeit und Gelassenheit. Wir finden Frieden in dem Wissen, dass wir nicht in ständigem Kampf mit dem Leben sein müssen.

3. Vertrauen in den Prozess: Hingabe beinhaltet auch das Vertrauen in den natürlichen Prozess des Lebens. Wir erkennen, dass es eine höhere Ordnung gibt, die uns führt und uns auf unserem Weg unterstützt. Indem wir uns dem Fluss des Lebens hingeben und darauf vertrauen, dass alles zu seiner richtigen Zeit geschieht, können wir uns von Ängsten und Zweifeln befreien und mehr Leichtigkeit erfahren.

4. Loslassen von Erwartungen: Hingabe bedeutet, unsere Erwartungen loszulassen und offen dafür zu sein, was das Leben uns bietet. Indem wir uns von starren Vorstellungen und festen Plänen lösen, öffnen wir uns für neue Möglichkeiten und Überraschungen. Wir erlauben uns, im Moment präsent zu sein und das Leben in seiner ganzen Fülle zu erfahren.

5. Achtsame Präsenz: Hingabe erfordert achtsame Präsenz im gegenwärtigen Moment. Indem wir uns bewusst mit dem verbinden, was gerade ist, können wir uns von Grübeleien über die Vergangenheit oder Sorgen über die Zukunft lösen. Wir erkennen die Schönheit des Augenblicks und erleben mehr Leichtigkeit und Freude.

Indem wir uns der Hingabe öffnen und diese Prinzipien in unserem Leben kultivieren, können wir mehr Leichtigkeit und Freude erfahren. Wir lernen, uns dem Prozess des Lebens hinzugeben, uns von Kontrolle und Erwartungen zu befreien und den gegenwärtigen Moment voll und ganz zu umarmen. Durch diese Haltung der Hingabe können wir unser Leben mit mehr Leichtigkeit und Gelassenheit gestalten.

Wie Yoga die Haltung der Hingabe fördert

Yoga unterstützt uns ganz wunderbar darin, eine Haltung von Hingabe zu kultivieren. 

1. Zunächst natürlich durch die Körperübungen, die Asanas. Durch die Ausführung der verschiedenen Haltungen lernen wir, unseren Körper zu akzeptieren. Wir üben, unseren Körper zu respektieren, unsere Grenzen zu erkennen und mit liebevoller Achtsamkeit zu bewegen. Diese körperliche Hingabe bildet die Grundlage für eine tiefere Verbindung zu uns selbst.

2. Atembewusstsein: Im Yoga legen wir großen Wert auf das Bewusstsein für unseren Atem. Indem wir uns auf unseren Atem konzentrieren und ihn bewusst fließen lassen, entwickeln wir ein Gespür für die prozesshafte Natur des Seins. Das Atembewusstsein unterstützt uns dabei, den Geist zu beruhigen und einen Zustand der Gelassenheit zu erreichen.

3. Achtsamkeit: Yoga lehrt uns, achtsam im gegenwärtigen Moment zu sein. Durch die Praxis der Achtsamkeit lernen wir, uns bewusst zu werden, was in unserem Körper, unserem Geist und unseren Emotionen vor sich geht. Indem wir achtsam sind, können wir unsere Gedanken und Reaktionen beobachten, ohne uns von ihnen mitreißen zu lassen. Diese Achtsamkeit hilft uns, uns von Ängsten, Sorgen und negativen Gedanken zu befreien und eine innere Haltung der Hingabe zu kultivieren.

4. Meditation: Die Meditation ist eine zentrale Praxis im Yoga, um die innere Haltung der Hingabe zu vertiefen. Durch die Meditation lernen wir, den Geist zu beruhigen, loszulassen und uns dem gegenwärtigen Moment hinzugeben. Wir entwickeln eine tiefere Verbindung zu unserem inneren Sein und öffnen uns für eine höhere Bewusstseinsebene. In der Meditation können wir die transformative Kraft der Hingabe direkt erfahren und unseren Geist auf einen Zustand der inneren Ruhe und Gelassenheit ausrichten.

5. Yogaphilosophie: Die Yogaphilosophie bietet uns eine Fülle von Lehren und Prinzipien, die uns dabei helfen, die innere Haltung von Hingabe zu kultivieren. Durch das Studium und die Integration dieser Lehren in unser Leben lernen wir, uns von Kontrolle und Erwartungen zu befreien und uns dem gegenwärtigen Moment hinzugeben. Die Yogaphilosophie erinnert uns daran, dass wir Teil eines größeren Ganzen sind und dass wir uns darauf verlassen können, dass das Leben uns auf unserem Weg führt.

Durch die Praxis des Yoga können wir die innere Haltung von Hingabe kultivieren und in unserem täglichen Leben umsetzen. Indem wir uns dem Prozess des Lebens hingeben, unsere Achtsamkeit schärfen und unseren Geist beruhigen, finden wir eine tiefere Verbindung zu uns selbst und zu unserer Umgebung.

Yoga-Körperübungen, die eine innere Haltung von Hingabe wunderbar unterstützen sind die Vorbeugen. Diese Asanas können im Stehen (z. B. Utthanasana, Parshvottanasana) oder im Sitzen (z.B. Pashchimottanasana) praktiziert werden. 

Zu diesem Beitrag gibt es einen Podcast, in dem ich Parshvottanasana, die Pyramide, anleite. 

Namaste!